Grünkohl Lerchenzungen ist eine mittelhohe Grünkohlsorte mit feingekrausten, schmalen und leicht hängenden Blättern. Die Sorte stammt aus Norddeutschland und wird dort als traditionelle
Spezialität angebaut. Sie eignet sich für den Anbau im Freiland und wird vor allem als Wintergemüse genutzt. Der Geschmack entwickelt sich besonders fein und pikant nach den ersten
Frösten.
Besonderheiten der Sorte:
Die Sorte zeichnet sich durch ihre gute Frosthärte und die schmalen, fein gekrausten Blätter aus. Sie übersteht Fröste bis etwa minus acht Grad. Unter Vlies oder einer Schneedecke werden
auch tiefere Temperaturen vertragen. Der typische Geschmack bildet sich erst nach Frosteinwirkung vollständig aus.
Wichtiger Anbautipp:
Die Beete sollten gemulcht werden, zum Beispiel mit Herbstlaub, um den Frostschutz und die Wasserversorgung zu verbessern.
Aussaat und Anbau:
Die Voranzucht erfolgt bei Keimtemperaturen von etwa 15 bis 20 Grad. Für den Anbau im Freiland werden Pflanzabstände von rund 75 x 45 Zentimetern empfohlen. Die Saattiefe liegt bei etwa
einem Zentimeter. Die optimale Pflanzendichte beträgt ungefähr drei Pflanzen pro Quadratmeter.
Ernte:
Die Ernte erfolgt in den Wintermonaten. Nach dem ersten Frost entwickelt der Grünkohl seinen typischen feinen Geschmack und kann fortlaufend beerntet werden.
In der Küche und Ernährungswert:
Grünkohl Lerchenzungen wird klassisch als gekochtes Wintergemüse verwendet. Die schmalen Blätter eignen sich gut für traditionelle Grünkohlgerichte. Grünkohl zählt zu den typischen
Wintergemüsen und wird wegen seines kräftigen Aromas geschätzt.
Schon gewusst:
Grünkohl ist ein unkompliziertes Wintergemüse und kann bis weit in den Winter hinein geerntet werden. Wie alle Kohlarten gehört er zu den Starkzehrern und benötigt eine gute
Nährstoffversorgung. Feine Netze schützen die Pflanzen vor Kohlfliege und Kohlweißling.