Wie schmecken Quitten, wenn man sie roh isst?
Rohe Quitten schmecken je nach Sorte herb, säuerlich, manchmal auch süß und fruchtig. Viele heimische Sorten enthalten Gerbstoffe, die ein trockenes, pelziges Gefühl im Mund verursachen. Ihr festes Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an eine Mischung aus Apfel, Birne und Zitrone.
Mildere Quittensorten können saftiger sein und eine feine Süße entwickeln. Ihr Duft ist oft intensiver als ihr Geschmack und erinnert an Äpfel, Birnen oder Zitrusfrüchte. Wie eine Quitte roh schmeckt, hängt von der Sorte, dem Reifegrad und den Anbaubedingungen ab.
Gut zu wissen: Eine intensiv duftende Quitte muss nicht automatisch süß oder weich sein. Viele Früchte entfalten ihr typisches Aroma erst beim Kochen oder Backen. Wer Quitten roh probieren möchte, sollte deshalb eine ausdrücklich dafür geeignete Sorte wählen.
Wie bereitet man Quitten zum Rohessen vor?
Wer Quitten roh essen möchte, sollte die Früchte gründlich waschen und den feinen Flaum auf der Schale vollständig abreiben. Anschließend wird die Quitte mit einem scharfen Messer geviertelt und das harte Kerngehäuse entfernt. Bei geeigneten Sorten lässt sich das Fruchtfleisch in dünne Spalten schneiden.
Die Schale ist grundsätzlich essbar, kann jedoch je nach Sorte fest und herb schmecken. Wer einen milderen Geschmack bevorzugt, kann die Quitte deshalb schälen. Wichtig ist, nur reife, unbeschädigte Früchte zu verwenden. Besonders feste Quitten lassen sich mit einem stabilen Küchenmesser leichter zerteilen.
Gut zu wissen: Roh geschnittene Quitten können sich durch Sauerstoff bräunlich verfärben. Etwas Zitronensaft verlangsamt diesen Vorgang. Am besten werden die Stücke direkt gegessen, damit Geschmack und Frische erhalten bleiben.
Woran erkennt man eine reife Quitte?
Eine reife Quitte erkennt man meist an ihrer kräftig gelben Schale, dem intensiven Duft und dem weitgehend verschwundenen Flaum. Unreife Früchte sind häufig noch grünlich und besitzen einen dichten, filzigen Belag. Je nach Sorte entwickelt sich bei voller Reife ein angenehm fruchtiges Aroma, das an Äpfel und Birnen erinnert.
Anders als viele andere Obstsorten bleiben Quitten auch bei voller Reife oft sehr fest. Ein Drucktest ist deshalb wenig aussagekräftig. Wichtiger sind die sortentypische Färbung, der Duft und der Erntezeitpunkt. Für den Rohverzehr eignen sich vor allem ausgereifte Früchte ausdrücklich milder Quittensorten.
Gut zu wissen: Eine reife Quitte ist nicht automatisch zum Rohessen geeignet. Auch gelbe und duftende Früchte können hart und herb schmecken. Entscheidend bleibt die Sorte. Beschädigte oder faulige Stellen sollten vor dem Verzehr entfernt werden.
Sind rohe Quitten gesund?
Rohe Quitten enthalten Ballaststoffe, Vitamin C und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, die zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Besonders interessant ist ihr Gehalt an Pektin, einem löslichen Ballaststoff. Wie viele Nährstoffe eine Quitte liefert, hängt von der Sorte, dem Reifegrad und der Lagerung ab.
Beim Rohverzehr bleibt hitzeempfindliches Vitamin C besser erhalten als beim längeren Kochen. Allerdings sind viele Quittensorten roh sehr hart und reich an Gerbstoffen. Diese können ein unangenehm zusammenziehendes Mundgefühl verursachen. Roh ist deshalb nicht automatisch gesünder oder bekömmlicher.
Gut zu wissen: Auch gekochte Quitten liefern wertvolle Ballaststoffe, darunter Pektin. Durch das Erhitzen wird das Fruchtfleisch weicher und häufig angenehmer zu essen. Wer Quitten roh genießen möchte, sollte eine milde, ausgereifte Sorte wählen und die Kerne vorher entfernen.
Warum werden Quitten meistens gekocht?
Quitten werden meistens gekocht, weil ihr Fruchtfleisch sehr hart ist und viele Sorten roh ausgesprochen herb schmecken. Durch das Erhitzen wird die feste Struktur weicher, während der zusammenziehende Geschmack nachlässt. Gleichzeitig entfaltet sich das typische Quittenaroma, das an Äpfel, Birnen und Zitrusfrüchte erinnert.
Beim Kochen verändert sich nicht nur die Konsistenz, sondern häufig auch die Farbe des Fruchtfleisches. Je nach Sorte und Zubereitungsdauer kann es eine rötliche Färbung annehmen. Quitten eignen sich deshalb besonders für Gelee, Marmelade, Kompott oder Mus. Auch gebacken entwickeln sie ein angenehmes Aroma.
Gut zu wissen: Quitten müssen nicht gekocht werden. Mildere Sorten lassen sich roh genießen. Wer harte oder herbe Früchte hat, kann sie durch schonendes Garen besser verwerten. Dabei bleiben Ballaststoffe wie Pektin zumindest teilweise erhalten.