Was ist eine Quitte eigentlich für eine Frucht?
Die Quitte ist eine eigene Kernobstart und mit Apfel und Birne verwandt. Sie ist aber weder eine Kreuzung aus beiden noch einfach eine besonders feste Birne. Je nach Sorte ist sie eher rund oder länglich geformt – daher die Namen Apfelquitte und Birnenquitte. Ihre Schale färbt sich zur Reife gelb und trägt oft einen feinen Flaum. Auffällig ist vor allem ihr kräftiger Duft. Wer die Frucht zum ersten Mal aufschneidet, merkt schnell den Unterschied zum Apfel: Das Fruchtfleisch ist deutlich fester und häufig etwas körnig.
Kann man eine Quitte roh essen?
Grundsätzlich gibt es Quittensorten, die sich roh essen lassen. Die meisten heimischen Früchte gehören jedoch nicht dazu: Ihr Fruchtfleisch bleibt auch in reifem Zustand sehr hart und schmeckt häufig herb bis bitter. Rohverzehr ist bei ihnen daher wenig reizvoll. Beim Erhitzen wird das Fruchtfleisch weich und entwickelt seinen angenehmeren Geschmack. Wer eine unbekannte Sorte vor sich hat, fährt mit Kochen, Dünsten oder Backen gut. Das Kerngehäuse wird zuvor wie bei Äpfeln und Birnen entfernt.
Wann haben heimische Quitten Saison?
Quitten sind typische Herbstfrüchte. Frische heimische Ware ist etwa von Ende September bis Anfang November erhältlich; die Haupterntezeit liegt im Oktober und November. Der genaue Zeitpunkt kann sich je nach Sorte und Witterung verschieben. Das Interesse an Quitten steigt deshalb im Herbst deutlich an – genau das war auch in der betrachteten Suchkurve zu sehen. Für die Küche ist diese kurze Saison ein guter Anlass, die Früchte frisch zu verwenden oder als Gelee, Mus und Kompott für später zu verarbeiten.
Wie bereitet man Quitten für die Küche vor?
Zuerst wird der feine Flaum mit einem Tuch gründlich von der Schale gerieben. Danach die Quitte waschen, mit einem stabilen Messer zerteilen und das Kerngehäuse entfernen. Beim Schneiden ist etwas Geduld gefragt, denn das Fruchtfleisch ist ungewöhnlich fest. Für viele Zubereitungen wird die Frucht außerdem geschält. Die vorbereiteten Stücke lassen sich anschließend kochen, dünsten oder backen. Erst durch diese Schritte wird aus der harten Herbstfrucht eine weiche Zutat für Mus, Kompott oder andere Gerichte.
Ist eine innen braune Quitte noch essbar?
Ein braunes Inneres lässt sich nicht pauschal als harmlos oder bedenklich einordnen. Bei längerer Lagerung kann sich das Fruchtfleisch von Quitten bräunlich verfärben und ungenießbar werden. Deshalb sollte eine aufgeschnittene Frucht geprüft werden: Wie groß sind die verfärbten Bereiche, ist das Fruchtfleisch noch fest und riecht es normal? Ist es großflächig braun, weich oder riecht unangenehm, sollte die Quitte nicht mehr verwendet werden. Allein aus einer kleinen Verfärbung lässt sich kein verlässliches Urteil ableiten.
Wie schmeckt eine frische Quitte?
Eine Quitte duftet meist fruchtig und leicht zitronig. Ihr Geschmack hängt allerdings stark davon ab, ob sie roh oder zubereitet probiert wird. Die meisten heimischen Quitten sind roh herb, wenig saftig und durch ihre Gerbstoffe etwas pelzig im Mund. Beim Kochen oder Backen verändert sich das: Das harte Fruchtfleisch wird weich, die herben Noten treten zurück und das süß-säuerliche Aroma kommt besser zur Geltung. Deshalb lässt sich der Geschmack einer Quitte am besten an einer zubereiteten Frucht kennenlernen.
Wie isst man Quitten am besten?
Quitten werden meist nicht in Spalten geschnitten und aus der Hand gegessen. Ihr Fruchtfleisch eignet sich besser für die warme Küche oder zum Einkochen. Vor der Zubereitung wird der Flaum von der Schale gerieben und das Kerngehäuse entfernt. Anschließend können die Stücke gekocht, gedämpft oder gebacken werden. So entstehen Kompott und Mus; auch in Backwaren lässt sich die Frucht verwenden. Wie süß das Ergebnis werden soll, entscheidet das Gericht – die Quitte bringt von sich aus viel Aroma mit.
Woran erkennt man eine reife Quitte?
Eine reife Quitte zeigt meist eine goldgelbe Farbe und verströmt einen deutlichen, würzigen Duft. Die Frucht sollte fest sein und eine möglichst unbeschädigte Schale haben. Dass sie sich nicht weich drücken lässt, ist normal: Quitten bleiben wesentlich härter als viele reife Birnen. Auch der feine Flaum ist kein Zeichen mangelnder Reife, sondern gehört zur Frucht. Er wird erst vor der Verarbeitung abgerieben. Farbe, Duft und Zustand der Schale geben zusammen einen besseren Anhaltspunkt als ein Drucktest allein.
Was lässt sich aus Quitten machen?
Quitten eignen sich besonders gut für Gelee, Marmelade, Kompott, Mus und Saft. Ein Grund dafür ist ihr Pektingehalt: Pektin unterstützt das Gelieren und macht die Frucht für eingekochte Zubereitungen interessant. Auch in Kuchen oder zu herzhaften Gerichten kann ihr süß-säuerliches Aroma gut passen. Die Möglichkeiten sind also größer, als der erste Blick auf das harte Fruchtfleisch vermuten lässt. Dieser Beitrag gibt den Überblick; für Mengen, Garzeiten und einzelne Arbeitsschritte sollten passende Quittenrezepte folgen.
Welche Nährstoffe stecken in Quitten?
Quitten enthalten unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C und Kalium. Zu ihren Ballaststoffen gehört Pektin, das auch für die Küche interessant ist: Es trägt dazu bei, dass Fruchtzubereitungen gelieren. Die genauen Nährstoffmengen können variieren; beim Kochen und Einkochen verändert sich zudem der Gehalt einzelner Vitamine. Aus den Inhaltsstoffen lassen sich deshalb keine besonderen Heilwirkungen ableiten. Die Quitte ist vor allem eine aromatische Frucht, die den Speiseplan im Herbst auf vielseitige Weise bereichern kann.