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Wissenswertes zu Lebensmitteln

Wirsing – krause Blätter, kräftiger Geschmack

Was macht Wirsing so besonders?

Wirsing fällt durch seine stark gekrausten, lockeren Blätter auf und schmeckt würziger als viele andere Kopfkohlsorten. Beim Garen werden die Blätter zart und nehmen Aromen besonders gut auf – ideal für Suppen, Eintöpfe, Rouladen oder kurz gebratene Kohlgerichte.

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10 Fragen rund um Wirsing

Warum sind seine Blätter so stark gekraust, wie wird Wirsing vorbereitet und welche Zubereitung bringt seinen würzigen Geschmack gut zur Geltung? Hier kommen die wichtigsten Antworten.

Wissenswertes zu Lebensmitteln

Wie schmeckt Wirsing und wofür eignet er sich?

Wirsing schmeckt würzig, leicht erdig und typisch kohlartig, dabei aber feiner als manche anderen Kohlsorten. Beim Garen werden seine krausen Blätter weich und entwickeln ein mildes Aroma.

Er eignet sich besonders für Suppen, Eintöpfe, Gemüsepfannen und Aufläufe. Die großen äußeren Blätter lassen sich außerdem gut für Rouladen und gefüllte Kohlgerichte verwenden.

Jüngere, zarte Blätter können auch kurz gebraten oder gedünstet werden. Dadurch bleibt mehr Struktur erhalten als bei einer langen Garzeit und der Wirsing wirkt weniger kräftig.

 

Kann man Wirsing roh essen?

Ja, Wirsing kann grundsätzlich roh gegessen werden. Besonders die jungen, zarten inneren Blätter eignen sich fein geschnitten für Salate oder andere Rohkostgerichte.Die kräftigen äußeren Blätter sind deutlich fester und besitzen ausgeprägte Blattrippen. Für rohe Zubereitungen sollten deshalb eher zarte Blätter gewählt und möglichst fein geschnitten werden.Wer rohen Kohl nicht gut verträgt, kann Wirsing kurz blanchieren oder dünsten. Dadurch wird seine Blattstruktur weicher und er ist für manche Menschen bekömmlicher.

Welche Blätter vom Wirsing kann man verwenden?

Grundsätzlich sind sowohl die äußeren als auch die inneren Wirsingblätter verwendbar. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in Festigkeit, Farbe und Struktur.Die dunkelgrünen Außenblätter sind meist kräftiger und besitzen dickere Blattrippen. Sie eignen sich gut für Suppen, Eintöpfe oder Rouladen. Die helleren inneren Blätter sind zarter und schneller gar.Welke oder stark beschädigte Außenblätter werden entfernt. Bei kräftigen Blättern kann außerdem die dicke Mittelrippe flacher geschnitten oder teilweise herausgetrennt werden.

Wie putzt und schneidet man Wirsing richtig?

Zuerst werden welke oder beschädigte Außenblätter entfernt. Anschließend kann der Wirsing geviertelt, der feste Strunk herausgeschnitten und der Kohl je nach Gericht weiter zerkleinert werden.Da der Kopf lockerer aufgebaut ist als bei Weiß- oder Rotkohl, können zwischen den gekrausten Blättern Erde oder andere Verunreinigungen sitzen. Die verwendeten Blätter sollten deshalb gründlich gewaschen werden.Für Suppen und Pfannengerichte lässt sich Wirsing in Streifen schneiden. Sollen ganze Blätter verwendet werden, werden diese vorsichtig vom Kopf gelöst und einzeln gereinigt.

Muss man Wirsing vor dem Kochen blanchieren?

Nein, Wirsing muss vor dem Kochen nicht grundsätzlich blanchiert werden. Für viele Suppen, Eintöpfe und Gemüsegerichte kann er nach dem Putzen direkt gegart werden.Blanchieren ist jedoch hilfreich, wenn ganze Blätter für Rouladen benötigt werden. Durch das kurze Erhitzen werden sie weicher und biegsamer und lassen sich leichter rollen oder falten.Auch zum Vorbereiten für das Einfrieren ist Blanchieren sinnvoll. Ob dieser Schritt notwendig ist, hängt deshalb vor allem davon ab, wie der Wirsing anschließend verwendet werden soll.

Wie bereitet man Wirsing besonders schonend zu?

Wirsing muss nicht lange gekocht werden. Fein geschnittene Blätter lassen sich kurz dünsten, dämpfen oder in der Pfanne garen, bis sie weich sind, aber noch etwas Struktur besitzen.Die zarten inneren Blätter benötigen weniger Zeit als kräftige Außenblätter. Werden beide gemeinsam verwendet, können die festeren Teile entsprechend früher in den Topf oder die Pfanne gegeben werden.Sehr langes Kochen macht Wirsing zunehmend weich und verstärkt den typischen Kohlgeruch. Für viele Gerichte reicht deshalb eine vergleichsweise kurze Garzeit aus.

Welche Gewürze passen gut zu Wirsing?

Zu Wirsing passen klassische Gewürze wie Kümmel, Muskat, Pfeffer und Lorbeer. Sein würziger Kohlgeschmack verträgt außerdem Zwiebeln, Knoblauch und verschiedene frische Kräuter.Für cremige Wirsinggerichte werden häufig Muskat und Pfeffer verwendet. In Eintöpfen können kräftigere Gewürze hinzukommen, während kurz gebratener Wirsing auch mit Zitronensaft oder Senf kombiniert werden kann.Die Würzung sollte sich am Gericht orientieren. Zarte Wirsingblätter benötigen meist weniger kräftige Begleiter als lange geschmorte Gerichte mit den festeren Außenblättern.

Wie lange ist Wirsing haltbar?

Wirsing ist im Kühlschrank einige Tage haltbar, gehört aber nicht zu den besonders lange lagerfähigen Kopfkohlsorten. Seine lockeren Blätter verlieren mit der Zeit Feuchtigkeit und beginnen zu welken.Ein ganzer, frischer Kopf hält sich besser als bereits angeschnittener Wirsing. Angeschnittene Köpfe sollten gekühlt und die Schnittfläche möglichst vor dem Austrocknen geschützt werden.Welke Außenblätter können vor der Verwendung entfernt werden. Bei Schimmel, fauligen Stellen oder deutlich unangenehmem Geruch sollte der Wirsing nicht mehr verarbeitet werden.

Kann man Wirsing einfrieren?

Ja, Wirsing lässt sich einfrieren. Dafür wird er geputzt, gewaschen und je nach späterer Verwendung in Blätter, Streifen oder kleinere Stücke vorbereitet.Kurzes Blanchieren vor dem Einfrieren ist sinnvoll. Dadurch werden Enzymaktivitäten reduziert, die während der Lagerung Farbe, Geschmack und Qualität des Gemüses beeinflussen können.Nach dem Auftauen ist die Blattstruktur weicher als bei frischem Wirsing. Für Suppen, Eintöpfe, Aufläufe oder andere gegarte Gerichte ist das normalerweise kein Problem.

 

Was ist der Unterschied zwischen Wirsing und Weißkohl?

Wirsing besitzt stark gekrauste, locker angeordnete Blätter, während Weißkohl einen deutlich glatteren und meist kompakteren Kopf bildet. Auch Geschmack und Blattstruktur unterscheiden sich.

Wirsing schmeckt würziger und seine Blätter werden beim Garen schnell zart. Weißkohl ist fester, knackiger und eignet sich aufgrund seiner Struktur besonders gut für Krautsalat oder zum Fermentieren.

Auch die Lagerfähigkeit unterscheidet sich. Besonders klassische Lagerweißkohlsorten können lange aufbewahrt werden, während Wirsing mit seinen lockereren Blättern empfindlicher ist.

Bio. Wir liefern. – Gut für heute. Mit Blick auf morgen.

Wirsing genauer betrachtet

Warum sind Wirsingblätter so stark gekraust, wie entsteht der lockere Kohlkopf und was unterscheidet ihn vom festen Weißkohl? Hier geht es um Besonderheiten, die über Zubereitung und Verwendung hinausgehen.

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Die krausen Blätter entstehen bereits beim Wachstum

Wirsingblätter wachsen nicht vollkommen glatt. Das Blattgewebe entwickelt sich zwischen den Blattadern unterschiedlich stark, wodurch sich die Oberfläche wölbt, faltet und die typische blasige Struktur entsteht.

Diese ausgeprägte Blattstruktur unterscheidet Wirsing deutlich von Weiß- oder Rotkohl. Besonders die äußeren Blätter können stark gekraust sein, während die Blätter im Inneren meist heller und etwas feiner wirken.

Ein Wirsingkopf ist weniger dicht gepackt

Wirsing gehört wie Weiß- und Rotkohl zu den Kopfkohlen. Seine Blätter schließen sich während des Wachstums zu einem Kopf zusammen, liegen dabei aber meist weniger dicht aufeinander.

Dadurch wirkt ein Wirsingkopf lockerer und lässt sich leichter zusammendrücken als ein fester Weißkohl. Zwischen den gewellten Blättern entstehen außerdem mehr kleine Zwischenräume.

Außen dunkelgrün, innen deutlich heller

Die äußeren Wirsingblätter bekommen während des Wachstums viel Licht und bilden entsprechend Chlorophyll. Deshalb zeigen sie häufig kräftige grüne bis blaugrüne Farbtöne.

Im Inneren des Kopfes erreicht deutlich weniger Licht die Blätter. Sie bleiben deshalb heller und können gelblich-grün bis fast cremefarben erscheinen – ein natürlicher Farbverlauf innerhalb desselben Kohlkopfes.

Die kräftigen Blattadern haben eine wichtige Aufgabe

Das auffällige Netz aus helleren Blattadern verleiht den großen Wirsingblättern Stabilität. Gleichzeitig verlaufen darin Leitungsbahnen, über die Wasser und gelöste Stoffe innerhalb der Pflanze transportiert werden.

Beim Essen fallen besonders die kräftige Mittelrippe und größere Blattadern durch ihre festere Struktur auf. Bei großen Außenblättern können sie deshalb vor der Zubereitung teilweise entfernt oder flacher geschnitten werden.

Wirsing ist nicht nur ein typisches Wintergemüse

Wirsing wird häufig mit kräftigen Wintergerichten verbunden, kann aber je nach Sorte und Anbauzeitpunkt über einen wesentlich längeren Zeitraum geerntet werden.

Frühere Sorten bilden meist zartere Köpfe, während spätere Sorten häufig kräftiger ausgeprägt sind. Geschmack, Blattfestigkeit und Verwendung können sich deshalb je nach Erntezeit unterscheiden.

Kälte kann den Geschmack beeinflussen

Bei niedrigen Temperaturen verändert sich der Stoffwechsel der Pflanze. Dabei können sich die Anteile verschiedener Zucker und anderer Inhaltsstoffe verändern, wodurch Wirsing nach kühler Witterung milder beziehungsweise leicht süßlicher schmecken kann.

Der Effekt hängt allerdings von Sorte, Temperatur und Wachstumsbedingungen ab. Die verbreitete Vorstellung, Wirsing müsse grundsätzlich erst Frost bekommen, bevor er geerntet werden kann, stimmt daher nicht.

Die gekrausten Blätter nehmen Flüssigkeit besonders gut auf

Durch ihre unregelmäßige, stark gewellte Oberfläche besitzen Wirsingblätter viele Vertiefungen und Falten. Beim Garen können sich darin Brühe, Sauce oder andere Bestandteile eines Gerichts sammeln.

Das ist ein Grund, warum Wirsing besonders gut zu geschmorten und cremigen Gerichten passt. Seine Blattstruktur trägt dabei nicht nur zum Aussehen bei, sondern beeinflusst auch, wie sich das Gemüse im fertigen Gericht anfühlt.