Die typische Spitze entsteht durch die Form des Kohlkopfes
Spitzkohl bildet keinen runden Kopf wie klassischer Weißkohl. Seine Blätter wachsen so zusammen, dass der Kopf nach oben zunehmend schmaler wird und schließlich die charakteristische Spitze entsteht.
Je nach Sorte kann diese Form unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Köpfe sind deutlich kegelförmig, andere wirken eher länglich und besitzen nur eine vergleichsweise kurze Spitze.
Spitzkohl ist eng mit Weißkohl verwandt
Spitzkohl wirkt auf den ersten Blick wie ein eigenständiges Gemüse, ist botanisch jedoch eng mit Weißkohl verwandt. Beide gehören zu den Kopfkohlen und bilden aus dicht angeordneten Blättern einen Kohlkopf.
Durch Züchtung entstanden unterschiedliche Formen und Eigenschaften. Spitzkohl zeichnet sich vor allem durch seinen spitz zulaufenden Kopf, seine feinere Blattstruktur und seinen meist milderen Geschmack aus.
Seine Blätter sind deutlich zarter als bei klassischem Weißkohl
Ein Spitzkohlkopf ist meist weniger kompakt aufgebaut als ein fester Weißkohl. Die einzelnen Blätter sind dünner und besitzen eine feinere Struktur.
Das lässt sich bereits beim Schneiden erkennen: Die Blätter geben leichter nach und benötigen beim Garen weniger Zeit. Genau diese Zartheit macht Spitzkohl gleichzeitig empfindlicher gegenüber Druck und längerer Lagerung.
Nicht jeder Spitzkohl sieht gleich aus
Spitzkohl kann je nach Sorte und Wachstumsstadium unterschiedlich aussehen. Neben schlanken, deutlich zugespitzten Köpfen gibt es auch kompaktere Formen mit breiterem unteren Bereich.
Auch die Blattfarbe variiert von hellem Grün bis zu kräftigeren Grüntönen. Form und Farbe allein sagen deshalb nicht zuverlässig aus, wie zart ein Spitzkohl tatsächlich ist.
Spitzkohl gehört traditionell zu den frühen Kohlgemüsen
Spitzkohl wird häufig mit Frühjahr und Frühsommer verbunden, weil frühe Sorten bereits vergleichsweise zeitig geerntet werden können. Je nach Sorte und Anbau sind jedoch auch spätere Erntezeiten möglich.
Dadurch ist Spitzkohl nicht ausschließlich ein Frühlingsgemüse. Besonders junge, frisch geerntete Köpfe besitzen allerdings die zarte Blattstruktur, für die das Gemüse bekannt ist.
Seine Zartheit verkürzt gleichzeitig die Lagerfähigkeit
Die feineren Blätter sind ein Vorteil bei der Zubereitung, machen Spitzkohl aber weniger robust als festen Lagerkohl. Die Blätter verlieren schneller Feuchtigkeit und können früher welken.
Spitzkohl eignet sich deshalb weniger für eine lange Vorratshaltung. Während bestimmte Weißkohlsorten gezielt über längere Zeit gelagert werden können, steht beim Spitzkohl eher die frische Verwendung im Vordergrund.
Ein frischer Spitzkohl muss nicht vollkommen makellos aussehen
Die äußeren Blätter schützen den eigentlichen Kohlkopf und können deshalb kleinere Risse, Druckstellen oder andere oberflächliche Schäden zeigen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Kopf beeinträchtigt ist.
Wichtiger sind frische, feste Blätter und ein insgesamt guter Zustand. Beschädigte Außenblätter lassen sich vor der Verarbeitung entfernen und der darunterliegende Kohl kann anschließend beurteilt werden.