Der Blumenkohlkopf besteht aus dicht gedrängten Blütenanlagen
Was beim Blumenkohl wie ein einziger fester Kopf aussieht, besteht tatsächlich aus vielen stark verzweigten, eng zusammengedrängten Blütenanlagen. Diese besondere Struktur wird auch als „Blume“ bezeichnet.
Anders als beim Brokkoli sind einzelne Blütenknospen kaum zu erkennen. Durch die Züchtung entstand ein besonders kompakter Kopf, der geerntet wird, bevor sich die Blütenstände weiterentwickeln.
Die großen Blätter schützen den empfindlichen Kopf
Auf dem Feld wächst Blumenkohl zwischen kräftigen, meist blaugrünen Blättern. Sie umgeben den sich entwickelnden Kopf und schützen ihn je nach Sorte mehr oder weniger stark vor direkter Sonneneinstrahlung.
Bei manchen Sorten legen sich die inneren Blätter von selbst über den Kopf. Bei anderen werden sie im Anbau zusammengelegt, um eine gleichmäßige, helle Farbe zu erhalten. Dieser Vorgang wird als Abdecken bezeichnet.
Blumenkohl gibt es nicht nur in Weiß
Neben dem klassischen weißen Blumenkohl existieren auch grüne, orangefarbene und violette Sorten. Ihre Farben entstehen durch unterschiedliche Pflanzenfarbstoffe und sortentypische Eigenschaften.
Violetter Blumenkohl enthält beispielsweise Anthocyane, während orangefarbene Sorten durch einen höheren Gehalt bestimmter Carotinoide auffallen können. Die unterschiedlichen Farben sind natürliche Merkmale der jeweiligen Sorten.
Blumenkohl ist beim Wachstum ziemlich anspruchsvoll
Damit Blumenkohl einen gleichmäßigen, festen Kopf entwickelt, benötigt er geeignete Temperaturen sowie eine möglichst kontinuierliche Versorgung mit Wasser und Nährstoffen.
Starke Temperaturschwankungen, Trockenheit oder andere Wachstumsstörungen können die Kopfbildung beeinflussen. Deshalb unterscheiden sich die geeigneten Anbauzeiten je nach Sorte und Region. Es gibt sowohl frühe als auch spätere Blumenkohlsorten.
Ein Blumenkohlkopf wächst nicht unbegrenzt weiter
Wird Blumenkohl nicht zum richtigen Zeitpunkt geerntet, verändert sich seine kompakte Struktur. Die eng stehenden Blütenanlagen entwickeln sich weiter, der Kopf wird lockerer und einzelne Bereiche beginnen sich voneinander zu lösen.
Im weiteren Verlauf können sich Blütentriebe und schließlich Blüten bilden. Für die Gemüseernte wird Blumenkohl deshalb geschnitten, solange sein Kopf noch fest und geschlossen ist.
Blumenkohl und Brokkoli stammen aus derselben Pflanzenart
Obwohl sie sehr unterschiedlich aussehen, gehören Blumenkohl und Brokkoli ebenso wie Weißkohl, Wirsing, Grünkohl und Rosenkohl zur Art Brassica oleracea.
Über viele Generationen wurden bei diesen Kulturformen unterschiedliche Pflanzenteile durch Züchtung besonders ausgeprägt. Beim Blumenkohl steht der kompakte Blütenstand im Mittelpunkt, beim Rosenkohl sind es dagegen die kleinen Seitenknospen.
Nicht jeder Blumenkohlkopf ist vollkommen makellos
Blumenkohl ist ein Naturprodukt. Je nach Sorte, Witterung und Wachstumsbedingungen können sich die Köpfe in Größe, Form und Farbton unterscheiden. Auch kleine Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche sind möglich.
Ein leicht cremefarbener Kopf ist deshalb nicht automatisch weniger frisch als ein reinweißer. Wichtiger sind eine feste Struktur und ein unauffälliger Geruch. Deutlich weiche, schleimige oder schimmelige Stellen weisen dagegen auf Verderb hin.