Schwarzer Rettich – kräftig, klar und angenehm würzig
Schwarzer Rettich ist ein Charaktergemüse mit ruhiger Stärke. Außen dunkel und unscheinbar, innen hell und fest, bringt er ein klares, würziges Aroma mit, das an Schärfe erinnert, ohne
unkontrolliert zu sein. Seine Schärfe ist trocken und sauber, sie bleibt nicht lange, sondern klingt angenehm ab.
Im Alltag ist schwarzer Rettich unkompliziert, braucht aber ein wenig Feingefühl. Fein gehobelt oder in dünne Scheiben geschnitten zeigt er sich frisch und lebendig, leicht gesalzen wird er
milder und saftiger. Gegart verliert er einen Teil seiner Schärfe und wird runder, bleibt dabei aber aromatisch.
Durch seine feste Struktur lässt sich schwarzer Rettich gut schneiden und raspeln, er behält Form und Biss. Roh sorgt er für Frische, gegart für Tiefe – je nach Zubereitung sehr
unterschiedlich, aber immer klar im Geschmack.
Kleine Kochhilfe – passt besonders gut für:
– Rohkostsalate und feine Scheiben mit Salz oder Zitrone
– Als würzige Komponente zu Brotzeiten
– Kurz gedünstet oder gebraten als Beilage
– In Suppen oder Eintöpfen für eine herzhafte Note
Schwarzer Rettich ist auch traditionell als Hausmittel bekannt. Rettichsirup mit Honig gilt als bewährte Unterstützung bei Husten und Reizhusten.
So geht’s:
Den Rettich oben anschneiden und aushöhlen, anschließend mit Honig füllen. Nach einigen Stunden sammelt sich im Inneren ein Sirup, der sich durch die austretenden Säfte bildet. Dieser kann
löffelweise eingenommen werden.
Die enthaltenen Senföle und der Honig wirken wohltuend auf Hals und Atemwege – ein einfaches, altes Hausmittel, das viele noch aus der Kindheit kennen.
Wissenswert:
Schwarzer Rettich enthält viele Senföle. Sie sind verantwortlich für die Schärfe und werden traditionell für ihre wohltuende Wirkung geschätzt. Wer es milder mag, salzt die Scheiben kurz
vor der Verwendung – das nimmt Schärfe und macht ihn bekömmlicher.