Drei Datteln am Tag – diese Empfehlung begegnet einem immer wieder. Doch warum ausgerechnet drei? Tatsächlich gibt es keine wissenschaftlich festgelegte Grenze, nach der man täglich höchstens drei Datteln essen darf. Die Zahl dient eher als Orientierung für eine überschaubare Portion. Wie viele Datteln sinnvoll sind, hängt unter anderem von ihrer Größe und der übrigen Ernährung ab.
Datteln enthalten von Natur aus viel Zucker, liefern aber gleichzeitig Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalium. Gerade getrocknete Datteln sind besonders energiereich, weil ihnen ein großer Teil des Wassers fehlt. Drei kleine Datteln sind deshalb nicht mit drei großen Medjool-Datteln vergleichbar. Wer die süßen Früchte gerne isst, sollte also eher auf die Portionsgröße als auf eine feste Stückzahl achten.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt keine allgemeine Drei-Datteln-Regel vor. Als Orientierung zählt sie etwa 25 Gramm Trockenfrüchte als eine Portion Obst. Datteln können damit durchaus Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein – ob pur, im Müsli oder als natürliche Süße in selbst gemachten Speisen.
Und was passiert, wenn man mehr als drei Datteln isst? Bei gesunden Menschen ist das nicht automatisch problematisch. Größere Mengen liefern allerdings entsprechend mehr Zucker und Kalorien. Durch die Ballaststoffe können sehr große Portionen bei empfindlichen Menschen außerdem zu Blähungen oder anderen Verdauungsbeschwerden führen. Entscheidend ist deshalb nicht eine magische Zahl, sondern die Menge, die man insgesamt isst.