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Eine Schale mit braunen Datteln auf einem Holztisch, umgeben von Nüssen, orientalischen Gefäßen und einer Laterne in warmem Herbstlicht. Links ein großes weißes Fragezeichen.

Wie viele Datteln am Tag sind gesund?

Warum soll man nur 3 Datteln am Tag essen?

Drei Datteln am Tag – diese Empfehlung begegnet einem immer wieder. Doch warum ausgerechnet drei? Tatsächlich gibt es keine wissenschaftlich festgelegte Grenze, nach der man täglich höchstens drei Datteln essen darf. Die Zahl dient eher als Orientierung für eine überschaubare Portion. Wie viele Datteln sinnvoll sind, hängt unter anderem von ihrer Größe und der übrigen Ernährung ab.

Datteln enthalten von Natur aus viel Zucker, liefern aber gleichzeitig Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalium. Gerade getrocknete Datteln sind besonders energiereich, weil ihnen ein großer Teil des Wassers fehlt. Drei kleine Datteln sind deshalb nicht mit drei großen Medjool-Datteln vergleichbar. Wer die süßen Früchte gerne isst, sollte also eher auf die Portionsgröße als auf eine feste Stückzahl achten.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt keine allgemeine Drei-Datteln-Regel vor. Als Orientierung zählt sie etwa 25 Gramm Trockenfrüchte als eine Portion Obst. Datteln können damit durchaus Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein – ob pur, im Müsli oder als natürliche Süße in selbst gemachten Speisen.

Und was passiert, wenn man mehr als drei Datteln isst? Bei gesunden Menschen ist das nicht automatisch problematisch. Größere Mengen liefern allerdings entsprechend mehr Zucker und Kalorien. Durch die Ballaststoffe können sehr große Portionen bei empfindlichen Menschen außerdem zu Blähungen oder anderen Verdauungsbeschwerden führen. Entscheidend ist deshalb nicht eine magische Zahl, sondern die Menge, die man insgesamt isst.

Handgezeichnetes rotes Radieschen mit grünen Blättern auf einer feinen grünen Linie vor weißem Hintergrund.

Warum sollte man Datteln abends essen?

Datteln am Abend sollen beim Einschlafen helfen – zumindest liest man diesen Tipp immer wieder. Der Grund dafür ist die Aminosäure Tryptophan, die auch in Datteln vorkommt. Unser Körper benötigt Tryptophan, um unter anderem Serotonin und das Schlafhormon Melatonin herzustellen. Dass drei Datteln vor dem Schlafengehen tatsächlich für besseren Schlaf sorgen, ist wissenschaftlich allerdings nicht ausreichend belegt.

Ob man Datteln morgens oder abends isst, macht für ihren Nährstoffgehalt keinen entscheidenden Unterschied. Die süßen Früchte liefern Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalium. Morgens passen sie beispielsweise ins Müsli oder Porridge, während sie abends eine Alternative zu anderen Süßigkeiten sein können. Eine bestimmte Tageszeit ist für den Verzehr nicht vorgeschrieben.

Besonders getrocknete Datteln enthalten relativ viel Zucker und liefern entsprechend viel Energie. Das macht sie nicht grundsätzlich ungeeignet für den Abend. Wer empfindlich auf größere Mengen ballaststoffreicher Lebensmittel reagiert, verträgt eine kleinere Portion möglicherweise besser. Auch hier ist die Menge wichtiger als die Uhrzeit.

Und warum werden ausgerechnet drei Datteln vor dem Schlafengehen empfohlen? Eine besondere Wirkung dieser Stückzahl ist nicht nachgewiesen. Wer Datteln gerne isst, kann sie zu der Tageszeit genießen, die am besten zum eigenen Alltag passt. Für einen erholsamen Schlaf spielen regelmäßige Schlafzeiten und gute Schlafgewohnheiten eine wesentlich größere Rolle.

Wie gesund sind Datteln wirklich?

Datteln schmecken fast wie Süßigkeiten – und trotzdem steckt in den kleinen Früchten mehr als nur Zucker. Sie enthalten Ballaststoffe, Kalium und weitere Mineralstoffe. Besonders beliebt sind getrocknete Datteln, die durch ihren geringen Wassergehalt intensiv süß schmecken und lange haltbar sind. Doch wie gesund sind sie tatsächlich?

Datteln können eine abwechslungsreiche Ernährung sinnvoll ergänzen. Ihre Ballaststoffe tragen zu einer normalen Verdauung bei. Kalium unterstützt unter anderem die normale Funktion von Muskeln und Nerven. Gleichzeitig liefern getrocknete Datteln viel Energie: 100 Gramm enthalten ungefähr 280 bis 300 Kilokalorien und je nach Sorte rund 60 bis 70 Gramm Zucker.

Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen frischen und getrockneten Datteln. Frische Datteln enthalten in der Regel mehr Wasser und sind dadurch weniger konzentriert. Beim Trocknen wird Wasser entzogen, sodass Zucker, Ballaststoffe und Mineralstoffe pro 100 Gramm stärker konzentriert vorliegen. Getrocknete Datteln sind deshalb nicht automatisch gesünder als frische.

Sind Datteln also ein gesunder Zuckerersatz? Sie können Müsli, Gebäck oder selbst gemachte Riegel auf natürliche Weise süßen. Anders als Haushaltszucker liefern ganze Datteln zusätzlich Ballaststoffe und Mineralstoffe. Zuckerfrei werden die Speisen dadurch allerdings nicht. Wer Datteln in angemessenen Mengen genießt, bekommt eine vielseitige Frucht, die Süße und wertvolle Inhaltsstoffe miteinander verbindet. Besonders gut passen sie auch zu Nüssen.

Handgezeichnete Illustration einer lächelnden Frau mit einer Holzkiste voller Obst und Gemüse, daneben der Schriftzug „Was ist eine Biokiste?“.

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