Für ein klassisches Kartoffelgratin müssen die Kartoffeln nicht vorgekocht werden. Rohe Kartoffelscheiben garen direkt im Backofen und nehmen dabei die Flüssigkeit aus Sahne oder Milch auf. Dadurch entsteht eine cremige Konsistenz, während die Kartoffeln ihren natürlichen Geschmack behalten. Wichtig sind dünne Scheiben und ausreichend Flüssigkeit.
Das Vorkochen kann sinnvoll sein, wenn die Backzeit verkürzt werden soll oder besonders dicke Kartoffelscheiben verwendet werden. Dafür werden die Kartoffeln einige Minuten in Wasser oder einer Milch-Sahne-Mischung vorgegart. Sie sollten dabei noch bissfest bleiben, damit sie beim anschließenden Backen nicht zerfallen und ihre Form behalten.
Wer Kartoffelgratin ohne Vorkochen zubereitet, sollte auf eine gleichmäßige Schichtung und ausreichend Garzeit achten. Besonders gut eignen sich vorwiegend festkochende Kartoffeln, die beim Backen weich werden, ohne vollständig zu zerfallen. Entscheidend ist, dass die Flüssigkeit alle Schichten erreicht und das Gratin vollständig durchgart.