Die Röschen sind eigentlich viele Blütenknospen
Brokkoli bildet keinen geschlossenen Kohlkopf wie Weißkohl oder Wirsing. Was wie eine kompakte grüne Oberfläche aussieht, besteht aus sehr vielen kleinen, dicht zusammensitzenden Blütenknospen.
Geerntet wird der Brokkoli, bevor sich diese Knospen öffnen. Bleibt die Pflanze länger auf dem Feld, lockert sich der Kopf zunehmend und aus den grünen Knospen entwickeln sich schließlich kleine gelbe Blüten.
Brokkoli wächst auf einem kräftigen Hauptstängel
Der bekannte Brokkolikopf sitzt am Ende eines kräftigen Stängels. Von diesem verzweigen sich kleinere Stiele, an deren Enden die einzelnen Röschen beziehungsweise Knospengruppen sitzen.
Diese verzweigte Struktur lässt sich beim Zerteilen gut erkennen. Anders als bei einem Kopfkohl sind die essbaren Pflanzenteile deshalb nicht dicht übereinandergelegt, sondern wie ein kleiner verzweigter Baum aufgebaut.
Nach der Ernte des Hauptkopfes kann es weitergehen
Wird der große Hauptkopf abgeschnitten, ist das Wachstum der Pflanze nicht zwangsläufig beendet. Bei vielen Brokkolisorten können sich anschließend aus den Blattachseln kleinere Seitentriebe entwickeln.
An diesen Seitentrieben entstehen weitere, meist deutlich kleinere Röschen. Deshalb kann eine einzelne Brokkolipflanze unter geeigneten Bedingungen nach der ersten Ernte noch weitere kleine Ernten liefern.
Die grüne Farbe steckt nicht nur in den Röschen
Die typische grüne bis blaugrüne Farbe des Brokkolis entsteht vor allem durch Chlorophyll. Es befindet sich sowohl in den kleinen Knospen als auch in Blättern und anderen grünen Pflanzenteilen.
Je nach Sorte und Wachstumsbedingungen kann die Farbe unterschiedlich intensiv ausfallen. Neben kräftig grünen Formen gibt es Brokkoli mit bläulichen oder leicht violetten Farbtönen.
Brokkoli und Blumenkohl sind nahe Verwandte
Brokkoli und Blumenkohl gehören beide zur Art Brassica oleracea. Durch lange Züchtung wurden jedoch unterschiedliche Merkmale der Pflanzen besonders stark ausgeprägt.
Beim Brokkoli bleiben einzelne Knospen und ihre verzweigten Stiele deutlich erkennbar. Beim Blumenkohl entsteht dagegen eine wesentlich kompaktere Struktur – obwohl beide Gemüse botanisch eng miteinander verwandt sind.
Gelbe Blüten zeigen, wohin sich Brokkoli entwickelt
Öffnen sich einzelne Knospen, erscheinen kleine gelbe Blüten. Das ist kein ungewöhnlicher Vorgang, sondern die natürliche weitere Entwicklung der Pflanze.
Für die Gemüseernte wird Brokkoli deshalb vorher geschnitten, wenn die Knospen noch dicht geschlossen sind. Beginnen sie sich zu öffnen, wird der Kopf lockerer und verliert zunehmend die für frischen Brokkoli typische kompakte Struktur.
Auch die großen Blätter gehören zum Brokkoli
Auf dem Feld ist eine Brokkolipflanze wesentlich größer, als der geerntete Kopf im Gemüseangebot vermuten lässt. Rund um den kräftigen Stängel wachsen große, oft blaugrüne Blätter.
Sie betreiben Photosynthese und versorgen damit das Wachstum der Pflanze. Bei der Ernte bleiben viele dieser Blätter auf dem Feld zurück – obwohl junge, zarte Brokkoliblätter grundsätzlich ebenfalls essbar sind.