Winterpostelein ist ein winterhartes Salatgemüse für den Herbst-, Winter- und Frühjahrsanbau. Er wird auch als Tellerkraut oder Winterportulak bezeichnet und eignet sich für den Freilandanbau
sowie für ungeheizte Gewächshäuser.
Besonderheiten der Sorte:
Winterpostelein ist frosthart und keimt bei Temperaturen zwischen 4 °C und 20 °C, die ideale Keimtemperatur liegt bei 16 °C. Bei Temperaturen über 12 °C kann es zur Keimhemmung kommen.
Lässt man ihn blühen und aussamen, keimt er im Spätsommer erneut.
Wichtiger Anbautipp:
Der sehr feine Samen sollte bei der Aussaat gleichmäßig verteilt werden. Winterpostelein kann mehrmals geschnitten werden, wenn das Herz stehen bleibt. Bei geschütztem Anbau ist eine
mehrfache Ernte im Winter möglich.
Aussaat und Anbau:
Direktsaat von August bis Oktober ins Freiland oder in ungeheizte Gewächshäuser. Reihenabstand 10–20 cm, später auf etwa 10 cm vereinzeln.
Keimtemperatur: 4–16 °C.
Saattiefe: ca. 1 cm.
Abstände bei Direktsaat: 20–30 × 0,5 cm.
Pflanzabstand: ca. 20 × 10 cm.
Optimale Pflanzenanzahl: etwa 500 Pflanzen/m².
Saatgutbedarf: 0,5–1 g/m² bzw. ca. 250 Korn pro laufendem Meter.
Ernte:
Ernte im Herbst, Winter und Frühjahr möglich.
In der Küche und Ernährungswert:
Verwendung als Salat, gedünstet wie Spinat oder im Kräuterquark. Der Geschmack ist mild, frisch und leicht säuerlich.
Schon gewusst:
Winterpostelein sät sich selbst aus und enthält im Vergleich zu anderem Winterblattgemüse weniger Nitrat.