Hof Alpermühle

Kontakt 
www.hof-alpermühle.de

Inhaber
Mechthild und Andreas Klose
Eierpackstelle für Höfe Alpermühle und Dein Land-Ei Bio.

Zertifizierung
Naturland

Betriebschwerpunkte
Hühnerhaltung für Eier, Nudeln und Bruderhahnprodukte

 

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Andreas Klose spiegelt die Heiterkeit seines Federviehs wieder – alles scheint sonnig, leicht und lebensfroh. Doch wie fast jeder Bio-Lieferant, hat auch Andreas Klose seine Erlebnisse, die ihn zum konsequent ökologischem Handeln bewegt haben. Der gelernte Gärtner hat sich zusammen mit seiner Frau 1988 auf Bio-Hühner konzentriert und die glücklichen Hennen produzieren seitdem ihre herausragend guten Eier. Der Betrieb ist inzwischen etwas gewachsen: Außer den Eiern aus seinen eigenen Ställen liefern noch weitere Bioland-oder Naturland-Bauern ihre Eier an ihn, die er auf seinem Hof sortiert und verpackt, um sie gebündelt an seine Kunden auszuliefern. Das macht auch Sinn, denn so kann sich jeder ganz auf das konzentrieren, was er am besten kann: Die Qualität seiner Produkte optimieren und sein Bestes geben.

In dem ehemaligen Versuchsstall der Uni Bonn geht alles nach modernsten Erkenntnissen ohne viel Technik aber dafür mit viel Naturmaterial zu, sehr zum Vorteil der Tiere. So haben die Hühner einen „Wintergarten“, in dem sie sich bei schlechtem Wetter oder zu intensiver Sonneneinstrahlung aufhalten können. Im Stall können sie ihren Platz innerhalb ihrer Gruppe frei wählen: Auf dem Boden, erhöht auf der Stange oder im „Familiennest“, in das sie sich zum Eierlegen zurückziehen können.

Die Menge der Hühner ist mit 2.500 Individuen pro Stall schon beeindruckend, alle wuseln durcheinander und trotzdem finden sie ihren Weg in eine der vier Gruppen, der sie angehören. Der Auslauf hat vorbildlich viel Grünfläche und einen Bereich mit Unterholz, in das sie sich zum Ausruhen zurückziehen können. Welch ein schönes Hühnerleben!

Warum Erzeugergemeinschaft Damit ein Hof das Etikett „Bio“ tragen darf, muss dort ein geschlossener Betriebskreislauf vorhanden sein: Auf den Feldern wachsen in Fruchtfolge Futtergetreide und wertvolle Leguminosen für die Tiere, die auf dem Hof artgerecht gehalten werden. Deren Mist wiederum ist wertvoller Dünger für die hofeigenen Felder.

Nun ist unser Bergisches Land eine Grünlandregion mit Milchvieh. Für klassischen Ackerbau geeignete Flächen sind per se dünn gesät, zumal es ein „Grünlandumbruchverbot“ gibt. Alles in allem bedeutet das, dass es ist sehr schwierig ist, auf einem Standort wie diesem eine Baugenehmigung für einen Bio-Geflügelstall zu bekommen.

Daher scheint im Bergischen Land selbst die Kapazität für Bio-Geflügelhöfe so gut wie ausgeschöpft – und genau aus diesem Grund kooperieren wir langfristig mit biozertifizierten Partnerhöfen, die ihre Eier teilweise im Nebenerwerb produzieren und so Gelegenheit bekommen, diese gemeinsam erfolgreich zu vermarkten. Zudem sind wir durch unsere Gemeinschaft in der glücklichen Lage, unserer Liefertreue in Deinen Markt auch dann nachzukommen, wenn ein Stall mal leersteht oder die Hühner nur wenige Eier legen.
Beste, frische Eier-Qualität – getragen auf unseren gemeinsamen Schultern


 

Bruderhähne: ein Thema, über das sich viele Leute Gedanken machen. Wir auch.

Deshalb haben wir uns einen Lösungsansatz überlegt: Unser Partner und Junghennenaufzüchter Bioland-Hof Jens Bodden zieht seit einiger Zeit Bruderhähne groß – nach denselben Bio-Richtlinien, die für alle unsere Hennen gelten, und so viele, wie er verkauft bekommt. Leider sind das ausgesprochen wenig.

Aber fangen wir vorne an! Es freut uns, dass sich immer mehr Menschen mit dem Bruderhahn-Thema beschäftigen, 
es verstehen und dann aktiv werden.
 Deshalb hier ein paar Hintergründe:

Warum ist die Situation überhaupt, wie sie ist?
Da die Legehennen zur Eierproduktion gezüchtet werden, setzen sie kein Fleisch an wie Masthühner, die wiederum wenige Eier legen. Die Hähne der Legehennen-Züchtung sind – salopp gesagt – „sportlich-mager“ gebaut. Und weil sie während der Aufzucht fast den ganzen Tag im Grünen unterwegs sind, schauen sie eben auch aus wie die Sportler!

Genau da liegt der Knackpunkt für jeden, der von der Eierproduktion lebt und ein Herz für Gockel hat: Die Hähne erzeugen hohe Unterhaltskosten, die der Hühnerhalter in der Regel weder auf den Eierpreis umlegen noch über den Verkauf von Fleisch ausgleichen kann. Davon nämlich haben die Gockel so wenig, dass kaum jemand bereit ist, einen angemessenen Preis zu bezahlen.

Ein paar Gedanken zum Töten von Eintagsküken

Eines vorweg: Eintagsküken werden nicht „geschreddert“ – dieses Verfahren ist in Deutschland verboten.
Sie werden mit Kohlendioxid eingeschläfert und dann von Tierheimen, Zoos und Greifvogelstationen stark nachgefragt. Offen gesagt, alle diese Einrichtungen wären zum jetzigen Zeitpunkt ohne die Küken arm dran, denn für etliche Vögel und Säugetiere steht Geflügel auf dem natürlichen Speiseplan ganz weit oben. Insofern finden die männlichen Küken eine Verwendung abseits des menschlichen Verzehrs. Wenn man den Gedanken weiter verfolgt, dass auf einen Schlag keine Küken mehr getötet würden, kommt man zu dem Schluss, dass stattdessen Mäuse und andere Nager extra als Tierfutter gezüchtet und auch mit Getreide gefüttert werden müssten …

Es wird deutlich, wie komplex das Thema ist und dass es zumindest keine schnelle Lösung gibt.

Welche Alternativen könnte es in Zukunft geben?

Zum einen werden Möglichkeiten zur Früherkennung des Geschlechts im Brutei erforscht; auf diesem Sektor gibt es inzwischen gute Fortschritte wie zum Beispiel das „seleggt“-Verfahren; die Praxisreife ist hier greifbar nah.
Zum anderen arbeitet man an der Züchtung von „Zweinutzungshühnern“, die sowohl Eier legen als auch Fleisch ansetzen – Ebenfalls ein vielversprechender Lösungsansatz, allerdings wird es noch lange dauern, bevor man hier zufriedenstellende Ergebnisse erwarten darf. Züchten funktioniert eben nicht von heute auf morgen. Wir halten Augen und Ohren offen und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen, sobald das Konzept praxisreif ist.

Und bis dahin?

Wir möchten gerne jetzt etwas unternehmen – und Sie können helfen, wenn Sie möchten und Bruderhahn Pate werden.

Gehen Sie dazu auf die auf unsere Seite www.hof-alpermühle.de