Unser Kundenbrief
frisch aus der Hofkiste

Liebe Kundinnen und Kunden,

in den 20 Jahren des letzten Jahrhunderts, waren es die Herren Lotka und Volterra, die die Beziehungen von Lebewesen und deren Feinden untersucht haben. Danach entwickelt sich das „Beutelebewesen“ (in unserem Fall zum Beispiel die Blattlaus) immer erst einmal sehr stark, bis der „Räuber“ (hier zum Beispiel die Schlupfwespe) sich genug entwickelt hat, um die Beute stark zu dezimieren.

Da wir den starken Anstieg der Blattläuse zum Beginn der Kultur nicht hinnehmen wollen, wird bei uns die sogenannte offene Nützlings Zucht angewendet. Vor der Pflanzung der Gurken, Paprika und Tomaten, wird ein wenig Gerste in die Gewächshäuser gesät. Diese wird mit zugekauften Getreideläusen beimpft, welche für das Gemüse nicht schädlich sind. Dann werden Schlupfwespen als Gegenspieler dazugegeben, die die Getreideläuse bekämpfen. So hat man den Räuber Schlupfwespe schon im Gewächshaus etabliert bevor die Paprika und Gurkenläuse sich stark vermehren können.

Soweit die Theorie, hat bisher auch immer toll geklappt, aber nicht dieses Jahr.

Wir haben Läuse ohne Ende und manch eine Pflanze hat schon die Flügel gestreckt.

Mitte Juli haben wir ein komplettes Gurkenhaus räumen müssen und auch die Paprikapflanzen haben ordentlich gelitten. Mittlerweile haben

die Schlupfwespen gesiegt und die Pflanzen

erholen sich so langsam, aber der Ertrag von vielen Wochen Arbeit ist stark gesunken.

Sei es die warme Witterung, das milde Klima im Winter oder der Gärtner der nicht genug aufgepasst hat, zum Heulen ist es so oder so.

Trotz allem ernten wir jetzt, etwas später als letztes Jahr, endlich reichlich Tomaten und Paprika und da dürfen Sie gerne zugreifen. Dummerweise läuft nämlich auch der Absatz des Fruchtgemüses nicht im Einklang mit dem reifen Produkt. Im Sommer haben wir reichlich Tomaten und Paprika, aber der Deutsche ist im Urlaub. Doch im September wenn die Früchte rar sind, schreien die Rückkehrer verzweifelt nach den reifen Früchten.

Aber der Plan das Liefergebiet der Gemüsekiste auch auf Südeuropa auszudehnen liegt schon in der Schublade (jedoch ganz tief). Transport und der damit verbundene Ausstoß von CO2 steht in keinem Verhältnis.

Viel Spaß und guten Appetit mit unseren süßen Früchten.

Die Gärtner aus Süchterscheid

Eine leckere Inspiration aus der Hofküche

Veganes Spitzkohl-Curry mit Cashew-Kernen

Rezept der Woche KW33

Zutaten

  • 1 Stange Lauch
  • 2 kleine Spitzkohl (oder 1 Weißkohl)
  • 4 Möhren
  • 3 TL Currypulver
  • 3 Knoblauch-Zehen, klein gehackt
  • 1 Stück Ingwer, ca. 3 cm geschält und klein gehackt
  • 1 Stange Zitronengras, in feine Ringe geschnitten
  • 1 rote Chili-Schote, ohne Kerne, fein gewürfelt
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Saft von 1 Limette
  • Salz
  • 4 EL ungesalzene Cashewkerne
  • 1 Stängel frischer Koriander
  • 2 EL Öl

Zubereitung
 

  1. Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Kohl abwaschen, vierteln, Strunk herausschneiden und in Streifen schneiden. Möhren schälen, schräg in Scheiben schneiden. 
  2. Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, beiseite stellen.
  3. Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch kurz anrösten, Currypulver und Chiliwürfel hinzufügen und kurz mitrösten.
  4. Lauch hineingeben und kurz anbraten, dann die Möhrenscheiben und Kohlstreifen bei größerer Hitze anschwitzen, bis der Kohl leicht glasig wird.
  5. Mit Gemüsebrühe ablöschen, abdecken und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln
  6. Kokosmilch hinzugeben, mit Salz, Agavendicksaft und Limettensaft abschmecken.
  7. Cashewkerne hinzugeben und je nach Geschmack gehackte Korianderblätter darüber streuen. Fertig!

Rezept entnommen aus: „Rezept des Monats, Ökokiste e.V.“

 

Warenkunde

Erdnuss

Wussten Sie´s schon?

Die Erdnuss (Arachis hypogaea) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Die Frucht der Erdnuss ist botanisch gesehen eine Hülsenfrucht, die sich entwicklungsgeschichtlich zur Nuss gewandelt hat. Die Erdnuss gehört zur selben Unterfamilie wie beispielsweise die Erbse und die Bohnen-Arten. Der englische Trivialname der Erdnuss, peanut (zu deutsch „Erbsennuss“), weist auf die botanische Zugehörigkeit zur Familie der Hülsenfrüchtler hin.

Die Ähnlichkeit zu botanischen Nüssen ergibt sich durch die Beschaffenheit der Samen: die Konsistenz, den hohen Fettgehalt und den vergleichsweise niedrigen Anteil an Stärke. Im Vergleich zu echten Nüssen ist der Anteil an Omega-3-Fettsäuren gering. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hülsenfrüchten sind Erdnüsse allerdings roh genießbar. Das allergene Potential ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln relativ hoch.

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Wie sieht´s aus?

Die Erdnuss ist eine einjährige krautige Pflanze. Der gelblich behaarte bis kahle Stängel ist selbständig aufrecht bis kriechend und zwischen 6 und 80 Zentimeter, meist jedoch etwa 30 Zentimeter lang.
Die Hülsenfrüchte sind geokarp, befinden sich also im Erdreich, deshalb der Name „Erdnuss“. Obwohl die Erdnuss zu den Leguminosen zählt, verhält sich ihre Frucht anders als die sich öffnenden Hülsenfrüchte; sie bleibt geschlossen und gehört demnach morphologisch zu den Nüssen. Die Früchte bestehen aus einer hellbraunen Hülse, in der sich je ein bis drei Kerne befinden können.

Wo kommt´s her?

Ursprünglich in den Anden Südamerikas beheimatet, hat sich der Anbau der Erdnuss seit ihrer wachsenden Bedeutung als Ölfrucht über die ganzen Tropen und Subtropen ausgebreitet.
Archäologen datierten die ältesten bekannten Funde von Erdnüssen, im Zusammenhang mit menschlichen Ansiedlungen, aus Peru im Jahr 2007 auf ein Alter von 7840 Jahren. Von dort verbreitete sich der Erdnussanbau auf weitere Teile Süd- und Mesoamerikas, wo spanische Konquistadoren an den Märkten von Tenochtitlán auf die tlalcacáhuatl (Nahuatl für „Erdnuss“, wörtlich „Kakaobohne der Erde“; von diesem Wort stammen auch die spanischen und französischen Begriffe für die Erdnuss, cacahuetebzw. cacahuète) aufmerksam wurden.

Auch in Brasilien war die Erdnuss schon vor 2000 Jahren im Anbau und wurde von dort im Zuge des Sklavenhandels nach Afrika gebracht. Heute wird die Erdnuss weltweit in warmen Gebieten angebaut. Hauptanbaugebiete sind Westafrika, China, Indien, Nord- und Südamerika.

Wie wird´s verwendet?

Ungewürzte Erdnusskerne schmecken angeröstet und gehackt auf Suppen, in Gemüsepfannen oder Salaten. Gemahlen verleihen sie cremigen Suppen Bindung und Aroma und geben Salatdressings einen raffinierten Geschmack. Bei Panaden, z.B. für Hähnchenschnitzel, können Sie einen Teil der Semmelbrösel durch grob gemahlene Erdnüsse ersetzen. Auch beim Backen kann man statt gemahlener Haselnüsse oder Mandeln Erdnüsse verwenden. Geröstet und gesalzen bzw. gewürzt sind die Kerne perfekt zum Knabbern. Erdnussbutter schmeckt nicht nur als Brotaufstrich, sie eignet sich auch für cremige Dips, z.B. zu Hähnchenspießen, oder verfeinert Soßen und Gemüsegerichte. Erdnussöl hat einen neutralen Geschmack und lässt sich hoch erhitzen – ideal zum Braten, Frittieren oder für Fondue. Und noch ein Tipp: Erdnüsse in der Schale schmecken besonders aromatisch, wenn Sie sie vor dem Verzehr etwa 5 Minuten bei 225 °C im Backofen rösten.

Was bringt´s mit?

Erdnusskerne sind mit durchschnittlich 615 kcal/ 2575 kJ pro 100 g sehr energiereich. Das liegt vor allem an ihrem hohen Fettgehalt von fast 50 Prozent. Dieses Fett besteht jedoch zum größten Teil aus hochwertigen, ungesättigten Fettsäuren (z.B. Alpha-Linolensäure). Als Hülsenfrucht hat die Erdnuss mit mehr als 25 % einen sehr viel höheren Eiweißanteil als z.B. Walnüsse mit „nur“ 16 % . Zudem punktet sie mit einem hohen Gehalt an Vitamin E. Sie liefert außerdem B1, reichlich Niacin, Panthothensäure sowie Vitamin B6, Biotin und Folsäure. Sie ist reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Phosphor, Zink, Mangan und Kupfer, genauso wie an Phytosterinen.
Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Die B-Vitamine B1, B6, Pantothensäure und Niacin sowie der Mineralstoff Phosphor sorgen für einen normalen Energiestoffwechsel. Das zu den B-Vitaminen gehörende Folat ist für eine normale Blutbildung zuständig. Biotin und Zink unterstützen den Erhalt normaler Haut. Der Mineralstoff Magnesium fördert eine normale Muskelfunktion und Kalium die Aufrechterhaltung des normalen Blutdrucks. Mangan und Kupfer tragen dazu bei, Körperzellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Erdnüsse gehören zu den problematischsten Allergieauslösen, denn im Gegensatz zu anderen Lebensmittelallergien reichen bei ihr schon kleinste Mengen um schwere Symptome auszulösen. Erdnussallergiker müssen alle Produkte mit Erdnüssen deshalb strikt meiden.

Wie lagere ich sie?

Erdnüsse in der Schale sollten Sie trocken und kühl in einer Holzkiste oder einem Netz aufbewahren. Denn sie sind besonders anfällig für Schimmel und Schädlinge wie Maden und Fliegen. So halten Sie sich etwa 6 Monate. Erdnusskerne dunkel und kühl lagern, denn sie werden schnell ranzig. Ungeöffnete Packungen halten so etwa 6 Monate. Bereits geöffnete Packungen gut verschlossen aufbewahren und innerhalb von 8-12 Wochen aufbrauchen. Verfärbte und verschrumpelte Erdnüsse sollten man nicht mehr essen.


 

entnommen aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Erdnuss