RHABARBER

Der Rhabarber ist ein untrüglicher Frühlingsbote. Aus ihm lassen sich viele süße  Köstlichkeiten zaubern, aber auch Würziges. Beim Schlemmen muss man sich jedoch beeilen, da das langstielige Gewächs nur von Mai bis Juni geerntet wird. Rhabarber wird zwar zumeist wie Obst (z. B. in Form von Kompott oder als Rhabarberkuchen und auch als Saft und Nektar) zubereitet, gehört botanisch jedoch zur Familie der Knöterichgewächse und ist somit ein Gemüse. Rhabarber ist harntreibend, blutreinigend und entschlackend und gilt als verdauungsförderndes Heilmittel. Menschen mit empfindlichem Magen, Durchfallneigung oder Nierenproblemen sollten das stark  Säurehaltige Gemüse jedoch nur in Maßen essen - wie auch Rheuma- und
Gichtpatienten. Ein weiteres Problem ist der Oxalsäuregehalt. Besonders die ungenießbaren Blätter enthalten viel Oxalsäure, die in hohen Dosen tödlich sein kann. Um den Oxalsäuregehalt des eigentlich sehr gesunden Rhabarbers möglichst gering zu halten, sollte man junges Gemüse verwenden, Rhabarber nicht mehr nach dem 24. Juni kaufen, die Stangen schälen und vor allem ältere Pflanzen abkochen. Das Kochwasser sollte nicht weiter verwendet werden. Bewahren Sie Rhabarber nie in Metallgefäßen oder in Alufolie auf. Dabei können giftige Stoffe entstehen. Bewahren Sie Rhabarber lieber in ein Küchentuch gehüllt im Kühlfach auf.